Wochenschau 12: Sechseläuten


        



Sechseläuten - ein «zünftiges» Fest?

Das Zürcher Sechseläuten gilt als Frühlingsfest der Zünfte. Doch das war nicht immer so ...

Fasnachtshühner
Zürcher Fastnacht im Mittelalter, nach der Chronistin Frida Bünzli, aus: Frida Bünzli, Martin Illi, Hirsebarden und Heldenbrei, Zürich 1995 (Zytglogge-Comic).
 Originalbild Fasnachtshühner (160k)

Fastnacht und Märzenfeuer im Spätmittelalter
Wie anderswo feierten die Zürcher die Fastnacht mit Maskentreiben und Feuern. Doch die Reformation brachte einiges durcheinander. Die Fastnacht war nicht mehr in den kirchlichen Festtagskalender eingebunden, und der reformierten Obrigkeit war sinnliche Festfreude ohnehin ein Dorn im Auge. Das heisst aber nicht, dass die Fastnachtsbräuche allesamt verschwanden, denn Verbote wie das  Mandat von 1530 mussten ständig erneuert werden. Allerdings verlagerte sich das ausgelassene Treiben von der Fastnachtszeit gegen den Frühlingsanfang in die Zeit des  Sechs-Uhr-Läutens am 21. März.

lindenhof

Das Sechseläuten als Strassenfest
Relativ gut informiert ist man über das Sechseläuten am Ende des 18. Jahrhunderts. Die Jugendlichen versammelten sich auf öffentlichen Plätzen in der Stadt, tanzten um Feuer herum und verbrannten Strohmänner. Die Erwachsenen trafen sich in den Zunfthäusern zum Festschmaus.

Mit Klick auf «Weiter» erfahren Sie, wie das Bürgertum im 19. Jahrhundert das Sechseläuten zu seinem Fest machte.

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