Wochenschau 9: Die Rheinbrücke brennt


           



Die Schweiz als europäischer Kriegsschauplatz

Feuerthalen unter Beschuss Österreich, Russland und England begannen im März 1799 in Süddeutschland und Norditalien den sogenannten zweiten  Koalitionskrieg gegen das revolutionäre Frankreich. Auf schweizerischem Gebiet dazwischen lag eine 30’000 Mann starke französische Armee unter  General Masséna. Im April stiessen die Österreicher aus Süddeutschland vor.

Nach einer Niederlage bei Stockach flohen die Franzosen nach Schaffhausen und über den Rhein. Um ihre Verfolger abzuschütteln, zündeten sie die Rheinbrücke hinter sich an. Daraufhin beschoss die österreichische Artillerie Feuerthalen.
In der sogenannten ersten Schlacht bei Zürich am 5./6. Juni 1799 musste General Masséna die Stadt den Österreichern übergeben und sich hinter die Limmat zurückziehen. Allerdings geriet nun auch der österreichische Vormarsch ins Stocken und es kam zu einer Pattsituation.

Im Sommer 1799 ersetzten russische Truppen unter dem Kommando von General Korsakov die Österreicher. Zudem sollte die Armee von  General Suworow aus Norditalien über den Gotthardpass vorstossen und die Franzosen von Süden her angreifen. Zur Vereinigung der beiden russischen Armeen kam es freilich nie. Schon in der  Schlacht bei Dietikon und der zweiten Schlacht bei Zürich am 25./26. September wurde Korsakov entscheidend geschlagen.

Die Franzosen und die helvetische Regierung konnten sich anschliessend erneut in der Schweiz etablieren, doch die revolutionäre Begeisterung der Bevölkerung war wegen der kriegsbedingten Entbehrungen vollends gebrochen.
Durch den Brand in Feuerthalen ging ein bedeutendes Bauwerk verloren. Klicken Sie auf «Weiter».

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